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Vorträge im Einstein-JahrSehr geehrte Interessenten an den Einstein-Vorträgen des Fachbereichs Physik! |
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Die
UNESCO hat das Jahr 2005 zum “World Year of Physics”
erklärt. Viele Aktivitäten sind weltweit geplant. Der Fachbereich Physik an der Universität Osnabrück bietet in Zusammenarbeit mit dem Naturwissenschaftlichen Museum am Schölerberg und dem Naturwissenschaftlichen Verein Osnabrück im Einstein-Jahr sechs Vorträge an. Verschiedene Themen im Umfeld von Einsteins Leben und seiner physikalischen Ideen werden in einer allgemeinverständlichen Form einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Es gibt populärwissenschaftliche Einführungen in die spezielle und allgemeine Relativitätstheorie (Prof. Hertel: „Einstein für Fußgänger“, „Einstein für Autofahrer)“, letztere mit Anwendungen von Einsteins Theorien auf die Navigationshilfe für Autofahrer. Ein zum Teil trauriges Kapitel ist Einstein und die deutsche Geschichte, speziell das 3. Reich. Dazu gibt Prof. Bärwinkel einen Überblick („Einstein und [nicht nur] das 3. Reich“). Der Philosoph und promovierte Physiker Prof. Kamlah geht der Frage nach, wie es in einem gekrümmten Raum aussieht. Nach Einstein sind Raum und Zeit durch die Schwerkraft gekrümmt. Seine Theorien haben eine neue Form von Kosmologie möglich gemacht, die Herr Kahnt (Arbeitsgruppe Didaktik der Physik) vorstellen wird („Einstein und der Kosmos“). Einstein ist nicht nur einer der Begründer der Quantentheorie sondern auch ihr strengster Kritiker gewesen. Seine Fragen beschäftigen die Physiker noch heute, siehe den Vortrag von Prof. Schmidt („Einstein und die Quantentheorie“). Wir hoffen, dass Sie diese Stichworte neugierig gemacht haben und würden uns über Ihr Kommen freuen. Sollten Sie Fragen zu den Veranstaltungen haben, wenden Sie
sich bitte an Apl. Prof. Heinz-Jürgen Schmidt Das Poster zur Veranstaltung können Sie hier herunterladen. Weiteres Material zu den Vorträgen wird auf dieser Webseite im Laufe des Jahres bereitgestellt. |
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Die Vorträge finden jeweils donnerstags um 19.30 Uhr im Naturwissenschaftlichen Museum am Schölerberg statt. Mit dem Bus fahren Sie am besten mit der Buslinie 62 bis Endhaltestelle "Kreiszentrum/ Zoo" , Ihr Auto können Sie in auf dem Parkplatz vor dem Museum parken. |
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KurzfassungenProf. Dr. Peter Hertel: Einstein für Fußgänger (21.04.05) Mathematische Schulkenntnisse, z.B. vom Satz des Pythagoras, reichen aus, um die spezielle Relativitätstheorie zu verstehen. Wir rekapitulieren das bereits von Galilei aufgestellte Relativitätsprinzip und führen Schritt für Schritt vor, wie Albert Einstein den Widerspruch mit der Maxwellschen Theorie des Elektromagnetismus beseitigt hat. Dass bewegte Uhren langsamer ticken als ruhende – wir erläutern das anhand des so genannten Zwillingsparadoxons – ist mit „gesundem Menschenverstand“ zwar schwer zu begreifen, jedoch durch zahllose Experimente bestätigt. Die Folien zum Vortrag finden Sie hier.
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Prof. Dr. Klaus Bärwinkel: Einstein und (nicht nur) das 3. Reich (12.05.2005) In Einsteins wissenschaftlichem Werk und in seiner Biografie widerspiegeln sich Entwicklungen sowohl der universellen als auch der deutschen Geschichte und insbesondere die Auswirkungen der Hitler-Administration. Unter diesem Gesichtspunkt bringt der Vortrag Anmerkungen zu folgenden Themen: a) Physikgeschichte (nachklassisches Weltbild, Globalisierung der nachklassischen Physik, Verlagerung des Entwicklungsschwerpunktes in die USA) b) Kernwaffenentwicklung c) Deutsche Sprache als Wissenschaftsmedium d) Einsteins Verhältnis zu Deutschland Der Vortrag greift zum Teil auf folgende Veröffentlichung zurück: K. Bärwinkel: „Die Austreibung von Physikern unter der deutschen Regierung vor dem zweiten Weltkrieg. Ausmaß und Auswirkung.“ In: Die Künste und die Wissenschaften im Exil 1933 – 1945 (E. Böhne, W. Motzkau-Valeton, Hrg.). Verlag Lambert Schneider GmbH, Gerlingen, 1992. ISBN 3-7953-0902-6
Prof. Dr. Andreas Kamlah: Wie sieht es in einem gekrümmten Raum aus?(02.06.05) Was erlebt man in einem gekrümmten Raum? Man hört immer wieder: „Einen krummen Raum kann man sich nicht vorstellen.“ So äußern sich naturwissenschaftliche Laien, die sowieso nicht mehr hoffen, irgendetwas von der modernen Physik zu verstehen. Aber es ist doch klar: Wenn ein gekrümmter Raum empirisch möglich ist, muss man sagen können, was man darin erlebt, und was man erleben kann, kann man sich auch vorstellen. Ich will versuchen, in den Zuhörern diese Vorstellungen zu erwecken. Leider kann ich Ihnen keinen Film dazu vorführen, aber der ersetzt sowieso nicht die Kreativität der Phantasie. Sie sind sicherlich in der Lage, das mit zu vollziehen und kommen damit auch dem Verständnis der modernen Physik Einsteins einen Schritt näher. Texte und Abbildungen zum Vortrag finden Sie hier.
Dipl.-Phys. Michael Kahnt: Einstein und der Kosmos (06.10.05) Eine klare laue Sommernacht, vielleicht sogar im Urlaub, lädt geradewegs dazu ein: Zu einem Blick in den Sternenhimmel, hinein in die Tiefen unseres Universums. Wer gerät da nicht ein wenig in Bewunderung oder gar ins Staunen über den offenbar unendlichen und unveränderlichen Kosmos, der uns umgibt? Aber unendlich und unveränderlich? Auch Albert Einstein war dieser statischen Vorstellung zunächst verhaftet, obwohl er selbst den Grundstein zu einem dynamischen kosmologischen Weltbild legte. Der Vortrag möchte die historischen Vorstellungen zur Beschaffenheit und Entstehung unseres Universums skizzieren und in Grundzügen das heute vertretene kosmologische Standardmodell vorstellen, das untrennbar mit dem Namen Albert Einstein verbunden ist. Eine Reihe experimenteller Befunde unterstützt dieses Modell, welches nicht nur Aussagen über unsere kosmische Vergangenheit macht: Es beschreibt ebenfalls mögliche Szenarien, was in Zukunft mit dem Universum geschehen kann – wenn die Zeit der lauen Sommernächte auf der Erde schon lange vorbei ist … Texte und Abbildungen zum Vortrag finden Sie hier.
Prof. Dr. Peter Hertel: Einstein für Autofahrer (03.11.05) In einem früheren Vortrag – Einstein für Fußgänger – wurde Schritt für Schritt erklärt, warum Uhren anders gehen und Längenmaßstäbe sich verändern, wenn sie sich bewegen. Auch großer Massen, so Albert Einstein, ändern Längen und den Takt von Uhren, sie krümmen Raum und Zeit. Das ist inzwischen ein fester Bestandteil der Physik und Grundlage der Kosmologie, betrifft aber beispielsweise auch die hochgenauen Uhren an Bord der Navigationssatelliten des Global Positioning System (GPS). Wie GPS funktioniert, wird unter Verzicht auf technische Einzelheiten erklärt. Ein Autofahrer, der sich auf ein Navigationsgerät ohne Einstein-Korrekturen verlassen würde, wäre schon nach kurzer Zeit nicht mehr auf der Straße .... Texte und Abbildungen zum Vortrag finden Sie hier.
Apl. Prof. Dr. Heinz-Jürgen Schmidt: Einstein und die Quantenmechanik (24.11.05) A. Einstein hat die frühe Quantentheorie wesentlich gefördert, aber die eigentliche Quantenmechanik, die 1925 entstand, hartnäckig und lebenslang kritisiert. Er wollte nicht akzeptieren, dass eine grundlegende Theorie nur mit Wahrscheinlichkeiten operiert ("Der Alte würfelt nicht!"). Er hat auch über mehrere Jahrzehnte an einer Alternative zur Quantentheorie gearbeitet, an der so genannten einheitlichen Feldtheorie, allerdings ohne Erfolg. Kann man diese Haltung im Nachhinein verstehen, oder war sie nur Ausdruck eines unbelehrbaren Querulantentums? In dem Vortrag wird die These vertreten, dass Einstein für seine Ablehnung gute Gründe hatte, weil er einige radikale Konsequenzen der Quantenmechanik klarer gesehen hatte als mancher Zeitgenosse. Dennoch ist die Entwicklung der Physik über Einsteins Alternativen einer einheitlichen Feldtheorie hinweggegangen. Allerdings bestimmten die Einstein'schen Einwände, etwa das Einstein-Podolski-Rosen- Paradox, noch über 5 Jahrzehnte nach seinem Tode die wieder aufflammende Diskussion um die Grundlagen der Quantenmechanik. Vermutlich hängt eine abschließende Würdigung der Einstein'schen Kritik an der Quantenmechanik von der zukünftigen Physik ab. Es wird eine Theorie gesucht, die die Quantentheorie und die allgemeine Relativitätstheorie umfasst. Die neuen Einsichten dieser Theorie könnten Einstein partiell rehabilitieren. Aber das ist im Augenblick reine Spekulation... Ein Manuskript zum Thema des Vortrags finden
Sie hier. Dieses Manuskript ist
allerdings für Fachkollegen geschrieben und eignet sich nicht als
populärwissenschaftliche Einführung. Eine solche Einführung erhalten
Sie aber in dem Vortrag am 24.11.05. |