
Hier wird der experimentelle Aufbau zum lichtinduzierten Ladungstransport und für Absorptionsmessungen vorgestellt. Benutzt wird ein Fourierspektrometer (Bruker120 HR), das auf dem Prinzip eines Michelson Interferometers beruht. Es wird also ein Interferogramm gemessen und anschließend mit Hilfe der Fouriertransformation in ein Absorptionsspektrum transformiert.

Das Fourierspektrometer hat gegenüber einem konventionellen Gitterspektrometer folgende Vorteile:
Während des Meßvorgangs fällt immer die gesamte Intensität der Lichtquelle auf den Detektor (Jaquinot-Vorteil).
Zu jeder Zeit t wird der gesamte Spektralbereich gemessen (Multiplex-Vorteil).
Keine dispersive Zerlegung des Lichtes.
Es kann mit geeigneten Lichtquellen, Strahlteilern und Detektoren bis in den FIR-Spektralbereich gemessen werden.
Durch Verwendung eines frequenzstabilisierten HeNe-Lasers als Referenz, besitzt das Spektrometer eine exzellente Wellenzahlgenauigkeit.
Die Meßzeit ist sehr kurz.
Das Gerät besitzt im gesamten Spektralbereich eine exzellente Auflösung (0.002 1/cm)
Durch den in 90°Konfiguration eingestrahlten Laserstrahl des Argon-Ionen-Lasers können Experimente zum lichtinduzierten Ladungstransport durchgeführt werden. Die hohen Lichtintensitäten regen neben den elektronenspendenden extrinsische Störstellen weitere Zentren in den Kristallen zur Teilnahme am lichtinduzierten Ladungstransport an und verursachen so eine lichtinduzierte Absorption (Zwei-Zentren- Modell). Diese zusätzlichen Zentren können die photorefraktiven Eigenschaften der untersuchten Materialien signifikant beeinflussen.
Weiterhin wird in diesem Aufbau ein Helium-Bad-Kryostat zur Erzeugung von Tieftemperaturen benutzt.
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